Ausflug ins Karlsruher Staatstheater

Andersens „Schneekönigin“ oder „Das Hohelied auf die Freundschaft“

Sein bereits 1844 veröffentlichtes Märchen „Die Schneekönigin“ gab es jetzt als „Familienstück zur Winterzeit“ am Karlsruher Staatstheater zu sehen. Dass diese Vorstellung eigens für Schulzwecke aufbereitet ist, war ein Grund mehr, dass sich sämtliche Schüler der Fuchsbach Grundschule in der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien auf den Weg nach Karlsruhe machten.

Der ausgedehnte Stau rund um die Rheinbrücke verhinderte eine pünktliche Ankunft zu Beginn des Theaterstücks und so fanden sich die sichtlich aufgeregten Kinder sogleich mittendrin in den Abenteuern der Freunde Gerda und Kai. Letzterer wurde von den Splittern eines teuflischen Spiegels in Herz und Auge getroffen, wodurch sein Herz eiskalt wurde und ihm seine Augen das Schöne nur noch als Hässlich sehen ließen. Unglücklicherweise verfällt er schon bald der schönen, aber bitterbösen Schneekönigin, die ihn in ihren Eispalast entführt.

Während alle den Unglückseligen für verloren und tot halten, macht sich Gerda auf den Weg, ihn zu suchen und zu retten. Die gefährliche Reise führt sie zunächst in den verführerischen Blumengarten einer Zauberfee. Von dort flieht sie und kommt dank der Hilfe zweier Krähen in ein königliches Schloss. Prinz und Prinzessin, die von ihrer Geschichte gerührt sind, stellen ihr für die Weiterreise goldene Schuhe zur Verfügung.

Alsbald begegnet sie bedrohlichen Räubern, deren Mutter ihr nach dem Leben trachtet. Deren Tochter aber schenkt Gerda ihr Lieblingsrentier, mit dessen Hilfe sie schließlich den Eispalast der Schneekönigin findet. Dort endlich trifft sie ihren Freund Kai, den sie zunächst nicht aus seiner Froststarre zu erlösen vermag. Doch ihre aus schierer Verzweiflung fließenden warmen Tränen befreien letztendlich den Verhexten aus seinem Eispanzer und brechen den Bann der Königin.

Das spielfreudige Ensemble in bunten, oft seltsam anmutigenden Kostümen und Masken, die wundersam gestalteten Eis- und Zaubergärten samt der musikalischen Begleitung entführten die Kinder in eine grandiose Wunderwelt. „Ich habe heute alle Gefühle erlebt“, brachte es ein Zweitklässler am Ende dieser märchenhaften Inszenierung auf den Punkt.

Möglich machte der Besuch dieses sicher noch lange nachwirkenden kulturellen Erlebnisses in Karlsruhe unser Förderverein, der die Busfahrt finanzierte und die Kinder somit nur für den Eintritt aufkommen mussten. Dafür bedankt sich die Schule ganz herzlich: Ohne euch wäre Vieles nicht möglich! Dank auch Herrn Böhm vom gleichnamigen Busunternehmen, der uns wieder einmal sicher nach Karlsruhe und zurück gebracht hat.

Fotos: Arno Kohlem, Badisches Staatstheater Karlsruhe

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